AKTUELLES

Nachlese zum Bezirkseinkehrtag 2012





Organspende schenkt Leben und Jeder kann ein Lebensretter sein

Unter diesem Motto lud die Vereinigte St. Johannes- und St. Martini-Bruderschaft   1532 Wankum e.V. am 11.03.12 zu einem öffentlichen Bezirkseinkehrtag des Bezirksverbandes Wachtendonk ein.

Begonnen wurde der Tag um 10 Uhr mit einer Hl. Messe in der Pfarrkirche St. Martin Wankum. Anschließend begrüßte der Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Wecker die anwesenden Personen und übergab das Wort dem Präsidenten der Wankumer Bruderschaft Heinz-Willi Strumpen. 

Nach ein paar organisatorischen Worten referierte als erster Dr. Dellmann aus medizinischer Sicht. Sein Thema: Der Hirntod. Anhand eines Kurzfilms und erklärenden Worten wurde sehr schön dargestellt was der Hirntod ist und wie er festgestellt wird. Er stellte hier auch noch einmal den Unterschied zwischen Hirntod und Koma heraus und erklärte, dass ein Mensch bei Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff nicht mehr lebensfähig ist. 

Im Anschluss übernahm Landesbezirkspräses Ralf Lamers das Wort. Er begann mit zwei Bibelzitaten aus dem alten und neuen Testament. Er betonte, dass beide Kirchen Organspende im Sinne der Nächstenliebe befürworten. Pfarrerin Renate Wehner unterstrich die Aussagen von Pastor Lamers und ergänzte, dass die Entscheidung pro Organspende von den Angehörigen respektiert werden muss. 

Alle Referenten wiesen darauf hin, dass es für Angehörige sehr schwer ist im Ernstfall eine Entscheidung zur Organspende zu treffen. Daher ist es sehr wichtig sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen und diese seinen Angehörigen auch mitzuteilen. Auf Nachfrage aus dem Publikum wurde kurz über das Thema Patientenverfügung gesprochen. Hier merkte Dr. Dellmann an, dass, wenn die Bereitschaft zur Organspende besteht, dieses in der Verfügung mit aufzunehmen ist. 

Bernd Haack informierte über die Anfänge der Organspende, den rechtlichen Hintergrund und dem praktischen Ablauf. Er erklärte seine Funktion als Organpate und wie er hierzu gekommen ist. Seine Frau hat nach zwei schweren Herzinfarkten (die Herzleistung betrug damals nur noch 8%) vor fünf Jahren ein Herz transplantiert bekommen. Frau Haack, ebenfalls anwesend,  berichtet darüber, dass sie nach den Herzinfarkten kopfabwärts fast gelähmt war und sich kaum bewegen konnte. Nach der Transplantation ist ihr Leben wieder lebenswert. Aufgaben die vorher im gesunden Zustand gerne gemacht wurden, können heute wieder ausgeübt werden.  Im Leben eines Organempfängers gibt es sicherlich auch noch die ein oder andere Einschränkung. Viele Medikamente müssen genommen werden und einmal pro Woche geht es zur Untersuchung ins Krankenhaus, aber so sagt sie „mein Leben ist wieder lebenswert“. Ähnlich äußert sich auch Matthias Trienekens von der Wankumer Bruderschaft, welcher 2002 zwei neue Organe (Niere, Bauchspeicheldrüse) bekommen hat. 

Während der ca. zweistündigen Veranstaltung merkte man schnell, dass die Anwesenden sich sehr für das Thema interessierten. Viele Fragen wurden gestellt und viele Anwesende haben Spenderausweise mitgenommen. 

Als Fazit und aus Sicht aller Referenten gilt festzuhalten: Nichts spricht gegen Organspende. Denn Organspende rettet Leben und Jeder kann ein Lebensretter sein.

Der Vorstand der Wankumer Bruderschaft möchte sich hier nochmals bei allen Referenten und Helfern bedanken. Wir hoffen sehr, dass durch unsere Veranstaltung einige neue Lebensretter hinzugekommen sind.


Von links nach rechts: Präsident Heinz-Willi Strumpen, Dr. Klaus Dellmann, Pfarrerin Renate Wehner, Pastor Ralf Lamers, Organempfänger Matthias Trienekens, Organpate vom BDO Bernd Haack.

Die neuen PRINZEN 2012

Jugendprinz: Lukas Timmermanns-----Schülerprinz: Leon Strumpen Jugendprinz: Lukas Timmermanns-----Schülerprinz: Leon Strumpen